Version 2.4 · Rechnergrenzen geprüft am 30.09.2026

Was die Rechner wissen – und was nicht

Hier stehen die verwendeten Formeln, redaktionellen Planungsbereiche und Grenzen. Ergebnisse sind Szenarien, keine Ernte-, Klima- oder Kosten­garantien.

Orientierungsmodell

Ertragsspanne im Hauptrechner

Indoor verwendet der Rechner ein bewusst breites Szenarioband von 0,35 bis 0,95 Gramm Trockenblüten je Watt installierter Lichtleistung. Das Substrat erhält keinen eigenen Ertragsbonus: Die Forschung zeigt zwar Einflüsse von Licht, Genetik, Pflanzdichte, Topf und Nährstoffversorgung, aber keinen allgemeingültigen Aufschlag allein durch die Auswahl „Bio“, „mineralisch“, „Living Soil“ oder „Coco“.

Bei deutlich höherer Pflanzdichte als im Flächenmodell vorgesehen reduziert ein redaktioneller Sicherheitsfaktor die Spanne. Der Jahreswert zeigt drei vollständige Durchgänge als Planungsszenario. Outdoor ist die Unsicherheit noch größer; deshalb wird nur ein grober Korridor von 25 bis 150 Gramm je Pflanze gezeigt.

Deterministische Formel

Stromkosten

Für jeden Verbraucher gilt: kWh = Watt ÷ 1.000 × Betriebsstunden. Die Kosten sind kWh × Arbeitspreis. Der Hauptrechner zeigt aus Transparenzgründen nur den Lichtstrom für vier Wochen mit 18 Stunden und acht Wochen mit 12 Stunden täglich. Abluft, Umluft, Heizung, Befeuchtung und Entfeuchtung werden nicht stillschweigend geschätzt.

Im vollständigen Stromrechner lassen sich diese Verbraucher und ihre Laufzeiten einzeln eintragen. Standby zählt nur, wenn dessen tatsächliche Leistung und Laufzeit erfasst sind. Die fixe Tarifgrundgebühr ist kein Watt-Verbrauch und wird hier nicht eingerechnet. Der Monatsvergleich normiert den mittleren Tagesverbrauch auf 30,44 Betriebstage, auch bei kürzeren Eingabezeiträumen. Der Jahreswert multipliziert die Kosten je Durchgang mit der eingetragenen Anzahl.

Einheitenrechnung · geprüft am 06.09.2026

DLI und PPFD

Der DLI-Rechner verwendet DLI = PPFD × Stunden × 0,0036. Für die Rückrechnung wird durch Stunden × 0,0036 geteilt. Der Faktor ergibt sich aus 3.600 Sekunden pro Stunde und einer Million Mikromol pro Mol. Gerechnet wird mit einem Mittelwert während der angegebenen Laufzeit; es wird kein Pflanzen-Zielwert abgeleitet.

Iowa State University Extension: Definition und DLI-Umrechnung

Kostenrechnung · geprüft am 22.09.2026

Anschaffung und Betrieb zweier Geräte

Der Gerätevergleich addiert Anschaffungskosten ab heute, Stromkosten und selbst eingetragene jährliche Kosten für Wartung oder Ersatzteile über den eingegebenen Zeitraum. Jährlicher Verbrauch: Leistung in kW × Stunden pro Nutzungstag × Nutzungstage im Jahr. Ein positiver Aufpreis von B amortisiert sich nur bei niedrigeren jährlichen Betriebskosten einschließlich dieser weiteren Kosten: Aufpreis ÷ jährliche Ersparnis.

Ist B zuerst günstiger, aber im Betrieb teurer, kennzeichnen wir den späteren Wechsel des Kostenvorteils. Ein bestehendes Gerät kann mit 0 € verbleibenden Anschaffungskosten verglichen werden. Gleicher Nutzen und ausreichende Lebensdauer müssen separat beurteilt werden; der Rechner bestätigt keine gleiche Lichtleistung, keine Finanzierung und keinen Restwert.

Formeln plus Sicherheitsaufschläge

Abluft und VPD

Die wärmebasierte Abluft folgt der Energiebilanz aus Luftdichte, Wärmekapazität und erlaubter Temperaturdifferenz. Filter, Schlauch, Bögen und leiser Betrieb werden mit sichtbar beschriebenen redaktionellen Reserven berücksichtigt, weil reale Druckverluste nur mit den Kennlinien der konkreten Komponenten exakt berechnet werden können.

Die Auslegung gilt für ein Ziel 2 bis 10 °C über der angesaugten Raumluft. Früher wurden Werte außerhalb dieses Bereichs still auf die Grenzen gesetzt; seit Version 2.4 gibt es dafür keine Leistungs- oder Produktempfehlung. Liegt das Ziel auf oder unter der Zulufttemperatur, kann Abluft allein es nicht erreichen. Die Anschlussauswahl enthält auch 200 mm; fehlende Kataloggrößen werden nicht durch kleinere Lüfter ersetzt.

Der VPD nutzt den Sättigungsdampfdruck der Luft- und Blattoberfläche. Die mathematische Gleichung stammt aus FAO-56. Phasenbezogene Zielkorridore sind konservative redaktionelle Orientierungsbereiche und kein artspezifisch validiertes Optimum.

Orientierungsmodelle

Topfvolumen und Entfeuchter

Die Substratmenge selbst ist einfache Volumenrechnung. Profilabhängige Topfbereiche sind redaktionelle Startwerte; Bewässerungsart, Vegetationsdauer und Herstellerangaben können wichtiger sein. Der Entfeuchter-Rechner ist ein konservativer Größenvergleich. Pflanzenabgabe, Raumlast und ein Bedingungsfaktor werden geschätzt – die reale Wassermenge sollte über mehrere Tage gemessen werden.

Die hinterlegten Entfeuchterklassen reichen von 10 bis 60 L/Tag Nennleistung. Übersteigt der obere Planungswert 60 L/Tag, zeigt der Rechner seit Version 2.4 keine passende Geräteklasse an. Die geschätzte Last und der Planungsbereich bleiben sichtbar, damit eine gesonderte Auslegung möglich ist.