Version 2.1 · geprüft am 19.07.2026
Was die Rechner wissen – und was nicht
Hier stehen die verwendeten Formeln, redaktionellen Planungsbereiche und Grenzen. Ergebnisse sind Szenarien, keine Ernte-, Klima- oder Kostengarantien.
Orientierungsmodell
Ertragsspanne im Hauptrechner
Indoor verwendet der Rechner ein bewusst breites Szenarioband von 0,35 bis 0,95 Gramm Trockenblüten je Watt installierter Lichtleistung. Das Substrat erhält keinen eigenen Ertragsbonus: Die Forschung zeigt zwar Einflüsse von Licht, Genetik, Pflanzdichte, Topf und Nährstoffversorgung, aber keinen allgemeingültigen Aufschlag allein durch die Auswahl „Bio“, „mineralisch“, „Living Soil“ oder „Coco“.
Bei deutlich höherer Pflanzdichte als im Flächenmodell vorgesehen reduziert ein redaktioneller Sicherheitsfaktor die Spanne. Der Jahreswert zeigt drei vollständige Durchgänge als Planungsszenario. Outdoor ist die Unsicherheit noch größer; deshalb wird nur ein grober Korridor von 25 bis 150 Gramm je Pflanze gezeigt.
- Backer et al.: Closing the Yield Gap for CannabisMeta-Analyse zu Licht, Dichte, Topf, Genetik und weiteren Ertragsfaktoren; publizierte g/W-Werte streuen stark.
- Rodriguez-Morrison et al.: Cannabis yield and light levelsKontrollierter Versuch zum Zusammenhang von Lichtintensität und Ertrag.
Deterministische Formel
Stromkosten
Für jeden Verbraucher gilt: kWh = Watt ÷ 1.000 × Betriebsstunden. Die Kosten sind kWh × Arbeitspreis. Der Hauptrechner zeigt aus Transparenzgründen nur den Lichtstrom für vier Wochen mit 18 Stunden und acht Wochen mit 12 Stunden täglich. Abluft, Umluft, Heizung, Befeuchtung und Entfeuchtung werden nicht stillschweigend geschätzt.
Im vollständigen Stromrechner lassen sich diese Verbraucher und ihre Laufzeiten einzeln eintragen. Grundgebühr und Standby gehören nur dann in das Ergebnis, wenn sie als Leistung erfasst werden.
Formeln plus Sicherheitsaufschläge
Abluft und VPD
Die wärmebasierte Abluft folgt der Energiebilanz aus Luftdichte, Wärmekapazität und erlaubter Temperaturdifferenz. Filter, Schlauch, Bögen und leiser Betrieb werden mit sichtbar beschriebenen redaktionellen Reserven berücksichtigt, weil reale Druckverluste nur mit den Kennlinien der konkreten Komponenten exakt berechnet werden können.
Der VPD nutzt den Sättigungsdampfdruck der Luft- und Blattoberfläche. Die mathematische Gleichung stammt aus FAO-56. Phasenbezogene Zielkorridore sind konservative redaktionelle Orientierungsbereiche und kein artspezifisch validiertes Optimum.
- ASHRAE Handbook: Ventilation and InfiltrationPhysikalische Größen der Wärmeabfuhr durch Luft.
- FAO-56, Kapitel 3Gleichung für den Sättigungsdampfdruck.
- Michigan State University Extension: VPDEinordnung für Transpiration und Gewächshausklima.
Orientierungsmodelle
Topfvolumen und Entfeuchter
Die Substratmenge selbst ist einfache Volumenrechnung. Profilabhängige Topfbereiche sind redaktionelle Startwerte; Bewässerungsart, Vegetationsdauer und Herstellerangaben können wichtiger sein. Der Entfeuchter-Rechner ist ein konservativer Größenvergleich. Pflanzenabgabe, Raumlast und ein Bedingungsfaktor werden geschätzt – die reale Wassermenge sollte über mehrere Tage gemessen werden.
- Poorter et al.: Pot size mattersMeta-Analyse zum allgemeinen Einfluss des Wurzelvolumens.
- ENERGY STAR: Dehumidifier Testing and CapacityAbhängigkeit der Nennleistung von standardisierten Prüfbedingungen.